Was mir die Weihnachtszeit wirklich bedeutet

Weihnachtszeit

Ich ziehe den Reißverschluss zu und hieve den Koffer hoch. Werfe noch einen letzten Blick ins Schlafzimmer und schließe die Tür hinter mir. „Haben wir alles?“, frage ich Benni ein bisschen gestresst. „Relax, wir fahren nur nach Hause“, erwidert er. Stimmt. Aber es fühlt sich wie Urlaub an. Seit ich vor über fünf Jahren ausgezogen bin, fühlt sich ein Besuch in der Heimat immer wie Urlaub an. Ein Urlaub auf dem Land. Wo es still und ruhig ist und ich sogar hin und wieder meinen hektischen Alltag vergesse.

Wir verstauen Koffer, Geschenke und allen möglichen anderen Kram im Kofferraum und machen uns auf den Weg. Fahren auf die Autobahn und schimpfen beide über den fürchterlichen Verkehr. Ich werfe einen Blick über die Schulter und schäme mich ein bisschen. Weil mich unser volle Kofferraum und der ganze Weihnachtswahnsinn daran erinnert, in welchem Überfluss wir doch leben.

Es gibt aber keinen Moment in meinem Leben, in dem ich das Glück mehr spüre als in diesem. Auf dem Weg nach Hause, in die Heimat, in unser winziges Dorf. In voller Vorfreude auf das Weihnachtsfest in der Einöde, mit all meinen Liebsten. Mamas Dukatenplätzchen, Papas trockene Witze, das Gebrüll am Frühstückstisch, weil jeder so viel zu erzählen hat. Weil wir uns alle so lange nicht gesehen haben.

Dann kriechen wir auch nachts um eins nochmal alle aus den Betten – wenn mein Bruder endlich aus Berlin ankommt – setzen uns um den Esstisch und tauschen die neuesten Geschehnisse aus. Weil keiner bis zum nächsten Morgen warten will.

Dann lachen wir den ganzen Tag, spielen Brettspiele und vergessen die Zeit. Schlafen bis Mittags und essen ohne Sinn und Verstand. Dann ist es, als wären wir alle wieder ein bisschen Kind. Obwohl die Eltern unsere Kinderzimmer schon längst umfunktioniert haben und zwischen alten Schulheften und Liebesbriefen jetzt Papas Aktenordner im Regal stehen.

Dann treffen wir uns mit alten Schulfreunden, für die wir uns unter dem Jahr viel zu selten Zeit nehmen. Besinnen uns auf das Wesentliche und vergessen sogar, stündlich unser Handy zu checken. Wenn wir nach Hause kommen, in unser kleines Dorf, lassen wir all den Stress der Stadt hinter uns. Dann sind wir keine Workaholics, Studenten oder Blogger. Dann sind wir Kinder, die sich auf das Weihnachtsessen und die Bescherung freuen. Auf all die freudigen Gesichter, wenn ein Geschenk genau ins Schwarze getroffen hat. Wenn wir uns rausputzen und schick machen, weil jeder auf den alljährlichen Weihnachtsfotos gut aussehen will.

Weihnachten ist für mich mit Abstand die schönste Zeit des Jahres. Nicht wegen der Feiertage, Geschenke oder des vielen guten Essens. Sondern wegen der Zeit, die wir nur dieses eine Mal im Jahr als Familie verbringen. Die kostbarer ist als jedes Geschenk, jeder Gehaltscheck oder jede gute Note.

Wenn wir nach Hause kommen. Meine Geschwister und ich. Und Weihnachten unsere Familie feiern.

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I pull the zipper and lift up my suitcase. Take a last look at the bedroom and close the door behind me. “Do we have everything?” I ask Benni a bit stressed. “Relax, we’re just going home”, he replies. He’s right. But it feels like going on vacation. It always does when we’re going home. A vacation on the countryside. Where it’s calm and quiet and where I can almost forget about my stressful daily life.

We stow our suitcase and all the Christmas presents in the trunk and hit the road. Drive on the highway and rant about the traffic. I glance back over my shoulder and feel kind of bad. Cause the overloaded trunk and all the Christmas madness reminds me of the abundance we live in.

But there isn’t any other moment in my life where I feel more joyful. On our way home to spend the holidays in our tiny village. In full anticipation of a peaceful Christmas in solitude, with all my loved ones. Mom’s Christmas cookies, dad’s dry jokes and everyone shouting at the breakfast table, cause we all have so much to tell. Cause we haven’t seen each other in so long.

When we get out of bed at one in the morning – cause my brother finally arrives from Berlin – sit around the dining table and exchange the latest stories. Cause no one wants to wait till the next morning.

And then we laugh all day, play board games and forget about the time. Sleep until noon and eat without rhyme or reason. When it’s like we’re little kids again. Even though our parents transformed our rooms into sewing rooms, gyms or home offices long ago.

And then we meet old school friends, the ones we never find time for during the year. Reflect on what’s really important and even forget to check our phones every hour. When we come home – to our tiny little village – we leave all our everyday worries and problems back in the city. Then we’re no longer workaholics, students or bloggers. But little kids again, being all excited for Christmas Eve. Anticipating the gift exchange and all the happy faces when a present hits the mark. When we all dress up, cause everyone wants to look good in this year’s Christmas photos.

Christmas is by far my favorite time of the year. Not because of the time off, the presents or all the good food. But because of the time we spend together as a family. That is more valuable than any present, salary check or good grade.

When we come home. My siblings and I. And celebrate Christmas our family.

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Outfit Details:

Loose Sweater: Zara (similar here)
Pleated Dress: H&M (similar here)
Maxi Scarf: Zara (similar here)
Suede Bag: Mango (similar here)
Fishnet Tights: TK Maxx (similar here)
Overknees Viola via TK Maxx (similar here)

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