Travel Tips for the perfect Road Trip

Road Trip

Während wir uns aktuell auf unseren nächsten USA-Roadtrip vorbereiten, dachte ich, es würde vielleicht einige von euch interessieren, was ich als alte Roadtrip-Planerin in meiner “langjährigen Karriere” so alles gelernt habe und welche Tipps ich euch möglicherweise noch geben kann.

Vorneweg: Meiner Meinung nach gibt es keine schönere Art zu Reisen, als mit dem Auto quer durchs Land zu fahren. Dennoch gibt es bei einem Road Trip einige Dinge zu beachten. Vieles haben wir erst auf vergangenen Reisen gelernt, einiges jedoch auch im Vorfeld schon bedacht. Und damit ihr für den nächsten Road Trip bestens gerüstet seid, habe ich euch hier neun Tipps zusammengestellt.

  1. Die richtige Balance zwischen Planung und Flexibilität

Wie ich in meinem letzten Post schon erwähnt habe, ist das A und O eines Road Trips die richtige Balance zwischen guter Planung und ausreichender Flexibilität. Legt einen groben Plan eurer Reise unbedingt vorab schon fest und bucht im besten Fall ein paar stornierbare Hotels für die ersten 5-7 Tage. In der Regel ist es nämlich so, dass man größtenteils doch seiner vorherigen Planung folgt. Sollte das Wetter aber mal nicht mitspielen oder ein Ort so schön sein, dass man seinen Aufenthalt dort verlängern will, ist es immer gut, wenn man vorher gebuchte Zimmer kostenfrei stornieren kann.

Für den zweiten Teil unserer Reise suchen wir am Abend zuvor meist das nächste Tagesziel und buchen kurzerhand ein Motel in der dortigen Umgebung (bisher kam es eigentlich noch nie vor, dass wir nichts gefunden haben).

Das „einfach mal drauf losfahren und ein Motel ansteuern“ hat bei uns bisher leider noch nicht geklappt. Das eine Mal, als wir es probiert haben, haben wir die Nacht im Auto auf einem IHOP-Parkplatz verbracht (upsi). Generell finde ich es auch entspannter, am Tag darauf ein klares Ziel (und definitiv auch ein warmes Bett) zu haben.

  1. Ein Road Trip heißt, viel Zeit auf der Straße zu verbringen

Eigentlich selbsterklärend, aber doch gut, sich daran zu erinnern. Der erste Schritt unserer Planung beginnt meist mit der Festlegung unserer Reiseziele und dem anschließenden Austüfteln der besten Route (via Google My Maps). Hier könnt ihr Google Maps Karten ganz einfach bearbeiten, Fähnchen setzen und abspeichern bzw. mit anderen teilen. Bei einem 2-3-wöchigen Road Trip stehen da dann schnell mal 30-40 Stunden reine Fahrtzeit unterm Strich. Darüber sollte man sich im Klaren sein und die 1-2 Tage volle Fahrtzeit auch zu Beginn unbedingt mit einplanen. Zur Beruhigung all derjenigen, denen beim Gedanken daran ganz flau im Magen wird, kann ich sagen, dass man die viele Fahrerei kaum bemerkt, wenn man in so wunderschönen Kulissen wie den amerikanischen National Parks unterwegs ist.

  1. Nicht mehr als 4h Fahrt pro Tag

Diese reine „Fahrtzeit“ sollte man anschließend aber dennoch gut auf die komplette Reisezeit verteilen. Im Idealfall plant man Fahrttage und Entspannungstage im Wechsel ein, sodass man nie mehrere Tage am Stück stundenlang im Auto sitzt. Generell kann ich aus Erfahrung sagen, dass man pro Tag nicht mehr als 4h Fahrt einplanen sollte. Das hängt natürlich auch von der Umgebung ab, eine 6-stündige Fahrt an der Küste mit mehreren Zwischenstopps ist definitiv „erträglicher“ als zwei Stunden über den Highway irgendwo im Nirgendwo. Wie schon gesagt sind das aber alles nur Orientierungen. Auf unserer letzten Rundreise haben wir auch mal eine 9-stündige Fahrt am Stück ertragen, das ist aber wirklich auf gar keinen Fall zu empfehlen (ganz egal wie schön die Landschaft auf der Strecke auch sein mag). Lieber großzügig planen und Stress vermeiden, schließlich soll es immer noch Urlaub sein.

  1. Beachtet wichtige Details

Informiert euch bei einem längeren Roadtrip (insbesondere durch die USA) vorab unbedingt über mögliche Zeitzonenwechsel, wenn ihr den Check-in eures Motels nicht verpassen wollt. Uns wäre diese Unachtsamkeit nämlich fast zum Verhängnis geworden. Auf solchen Trips spielt die Uhrzeit keine allzu große Rolle, weshalb solche Infos schnell mal untergehen, wenn man keine bestimmten Zeiten einhalten muss. Vor allem in der Wüste Nevadas oder Arizonas gibt es außerdem oftmals schlechten bis gar keinen Handy- oder Internetempfang, sodass ihr euch auch darauf nicht verlassen könnt.

  1. Navi, Handy & Co.

Dieses Jahr planen wir schon unseren vierten Roadtrip, was den Vorteil hat, dass wir in mancherlei Hinsicht schon etwas routinierter sind. Eines der wichtigsten Essentials ist auf einem Roadtrip das Navi. Mietet das aber bloß nicht beim Mietwagenverleih mit! Das kann auf einer mehrwöchigen Reise nämlich ziemlich teuer werden. Wir haben auf unseren ersten Reisen immer eine USA-Karte auf unser deutsches Navi geladen und das einfach mitgenommen. Das war nicht teuer und wir hatten damit bisher nie Probleme. Seit dem letzten Urlaub laden wir uns aber einfach eine Offline-Karte von Google Maps für die Region, in der wir gerade unterwegs sind, auf’s Handy oder Tablet. Klappt wunderbar und kostet keinen Cent!

Wer noch mobiler sein will, kann sich für 35-50€ auch eine amerikanische SIM-Karte kaufen (hier zum Beispiel), die 30 Tage gültig ist. Damit könnt ihr dann umsonst ins amerikanische Netz telefonieren (was wirklich hilfreich sein kann, wenn man mal Rücksprache mit dem Hotel halten muss) und je nach Bedarf 500MB bis 2GB Internet dazubuchen und so auch unterwegs mal nach Restaurants oder Hotels suchen (ohne ständig einen Starbucks aufsuchen zu müssen). Diesen Luxus „gönnen“ wir uns dieses Jahr zum ersten Mal – und ich bin gespannt, wie gut das funktionieren wird! (Edit: Der Versand war zumindest schon mal super schnell!)

  1. Mit Proviant eindecken

Klingt banal, ist auf einer Rundreise durch den Südwesten der USA aber superwichtig. Da kommt es nämlich durchaus vor, dass man stundenlang weder einen Supermarkt, noch ein Diner oder Restaurant passiert. Deckt euch in größeren Städten also unbedingt mit dem Nötigsten ein: Wasser(!), Snacks, Obst etc. Platz genug gibt es im Auto ja. Noch ein Tipp, der sich für uns schon als sehr hilfreich herausgestellt hat: Gleich zu Beginn der Reise eine Packung Pappteller & Plastikgeschirr kaufen. In Motels und auf Campingplätzen gibt es nämlich fast immer einen Kühlschrank oder eine offene Feuerstelle, sodass ihr euer Frühstück oder Abendessen auch mal selbst zubereiten könnt.

  1. Nutzt die Vorteile eurer Mobilität

Dieser Tipp liegt wahrscheinlich auf der Hand, müssen aber auch wir uns hin und wieder in Erinnerung rufen. Ein riesengroßer Vorteil, den der Urlaub mit dem Mietwagen bietet, ist nämlich der, dass ihr zwecks Unterkünften ordentlich Geld sparen könnt, wenn ihr nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seid. Nehmt euch ein Motel etwas außerhalb, die Zimmer sind teilweise nur halb so teuer wie in der Stadt und bieten deutlich mehr Komfort. Außerdem habt ihr dort mit ziemlicher Sicherheit immer einen kostenlosen Parkplatz vor der Tür.

  1. Große Städte wenn möglich am Wochenende meiden

Dieser Tipp gehört eigentlich auch zur Kategorie „Vorteile der Mobilität und Flexibilität nutzen“. Wenn irgendwie möglich, besucht Großstädte oder besondere Touri-Hotspots (vor allem zur Hauptreisezeit) nicht am Wochenende. Es ist klar, dass man auf einer 2-3-wöchigen Rundreise mindestens zwei Wochenenden hat und viel Glück dazu gehört, wenn man die Hauptattraktion um sie herum planen kann. Hotels verdoppeln ihre Zimmerpreise am Wochenende aber gerne einmal, wenn neben Touristen auch noch Einheimische unterwegs sind. Falls ihr es nicht umgehen könnt, dann greift zurück auf Tipp 7. 😉

  1. Der Weg ist das Ziel

Das Ziel eines Road Trips sollte NIEMALS sein, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen (dann solltet ihr nämlich lieber über eine Reise mit Gabelflügen nachdenken). In den USA gibt es unweit der vielbefahrenen Highways wunderschöne Scenic Routes, die durch die schönsten Berglandschaften oder entlang der Küsten führen. Und es sind genau diese Routen, die einen Road Trip so einzigartig machen. Die vielen Freiheiten und Möglichkeiten, das Land auf seine ganz eigene Weise zu entdecken, sind der Grund, weshalb ich Road Trips zu jeder Zeit jedem anderen Urlaub vorziehen würde.

Falls ihr noch Fragen habt oder euch sonst etwas interessiert, hinterlasst mir gerne einen Kommentar! 🙂

Road Trip

While we are currently planning our next road trip through the US, I thought some of you might be interested in some personal tips I can give you after years of experience as a road trip planner.

First of all: For me personally there is no better way of traveling than exploring a country by car. But there are certain things you have to consider when you’re planning a road trip. Some of them we only learned during our last trips, others we bore in mind beforehand. And for you to be perfectly prepared for your next road trip I put together 9 tips that might help you plan a little ahead.

  1. Find the right balance between planning and flexibility

As I already told you in my last post, it is essential to find the right balance between good planning and enough flexibility when you’re being on the road. Set out a rough plan prior to your trip and ideally book a few refundable hotels for the first 5 to 7 days. Most of the times you stick to your plan anyway (cause most of the times it’s a pretty good plan). But in case there’s a break in the weather or you want to stay at one place longer it’s always better to have the opportunity to cancel already booked hotels without having to pay a fee.

For the second part of our trip we always try to decide on a destination for the next day and book an accommodation in that surrounding the night before (so far we’ve never had to search for long and were always able to find something).

The “let’s just drive and see what we find” on the other hand did not work for us. The one time we tried to do exactly that we spent a night in our car at an IHOP parking lot (oops). I also find it way more relaxing to have a precise target (and warm bed) for the night.

  1. Being on a road trip means being on the road a lot

When we plan a road trip we always start with picking destinations and then figuring out the best route to see them all (via Google My Maps). Here you can edit Google maps and easily save and share them with others. But when you plan a trip for 2 or 3 weeks you have to be aware of the fact that it’ll easily be 30 to 40 hours of pure driving time. So bear in mind that this will be a whole day or two you’ll spend in the car –plan ahead and add a few days to your trip if you don’t want to miss anything. Don’t panic though if you hate being in the car a lot. It’s not as bad when you drive through the magical scenery of the US national parks.

  1. No more than 4 hours of driving time per day

This pure driving time should then be spread somewhat evenly over the whole time of your trip. Ideally you alternate driving and relaxing days – that way you never have to sit in the car for hours several days in a row. Speaking from experience I would suggest you don’t drive more than four hours each day. Of course, this depends on the surroundings. A six-hour drive along the coast with several scenic stops might be way more “bearable” than two hours on the highway in the middle of nowhere. Like I said, these are only suggestions, the whole thing really depends on a lot of factors. We once drove for nine hours straight on our last trip, which I would highly advise against doing though (no matter how pretty the landscape might be). Try to plan generously and avoid stress, it’s supposed to be a vacation.

  1. Pay attention to important details

If you plan a longer road trip (especially through the US) check in advance if you’re changing the time zone during your trip. Especially if you don’t want to miss the hotel check-in, which we almost did because of “negligence”. If you’re on the road all day, time doesn’t really play that much of a role, which is why such information often stays unnoticed. Plus, there’s barely any if not no service in the Arizona or Nevada desert, so you can’t rely on your phone either.

  1. Navigation system, phone & Co.

This will be our fourth road trip which has the big advantage that we have developed some sort of routine by now. Which comes with knowing that one of the most important things you’ll need is a navigation system. But don’t make the mistake of renting it with the car rental! When you’re on the road for several weeks this can easily cost a fortune. Until now we have always downloaded a map of the US to our German navigation system und just took it with us. This was pretty cheap and we never had any problems with it. Since our last trip we just download an offline map of the region we’re in from Google Maps to our phones or tablets. Works fine and doesn’t cost a cent!

If you want to be even more mobile you can get an American SIM card for only 35-50€ (for example here) which is valid for up to 30 days. This can be very valuable when you have to call the hotel (because you didn’t know you were changing time zones and don’t want to miss the check-in). You can also book up to 2GB to surf the internet and thus be able to check hotels or restaurants while you’re on the road (without having to find a Starbucks all the time). We’re gonna give this a try this year and let you guys know how it works! (Edit: Shipping was super fast!)

  1. Stock up on supplies

Seems obvious, but is really important, especially when road tripping through the Southwestern USA. Where it is not uncommon that you dive for hours without passing a grocery store, diner or restaurant. So plan ahead and stock up on necessities: water(!), snacks, fruits etc. You have more than enough room in your car. Another thing that turned out to be very helpful: Get a pack of paper plates and plastic tableware at the beginning of your trip. Motels and campgrounds in the US almost always have a refrigerator or an open fireplace where you can prepare your own breakfast or dinner from time to time.

  1. Use the advantages of traveling by car

This tip seems obvious too, but we have to remind ourselves of it from time to time. The biggest advantage you have when you’re not dependent on public transportation is that you can save a whole lot of money when it comes to accommodation. Pick a motel a little out of the city, the rooms are usually at just half the price and offer definitely more comfort. Plus, there’ll most certainly be parking for free right in front of the hotel, something you have to consider when you’re traveling by car.

  1. Try to avoid bigger cities on the weekends

This tip could also be a part of the category “advantages of mobility and flexibility”. If possible, try to avoid big cities and tourist hotspots (especially during the main season) on the weekends. I’m aware of the fact that you have at least two weekends when you’re traveling for two or three weeks. And that it’s almost impossible to plan main tourist attractions around them. But keep in mind that hotels often double their room rates when there are also locals traveling on the weekends. But if you’re not able to work around it, try tip No. 7 😉

  1. The route becomes the destination

The goal of a road trip should NEVER be to get from A to B as fast as you can (if so you should really think about a vacation with open jaw flights). Just a little off the busy US-highways you can find the most beautiful scenic routes through the mountain scenery or along the coasts. And it’s these routes that make road trips so unique. Being able to have all this freedom, all these possibilities to explore a country in my own way, is the reason why I would always choose a road trip over any other kind of vacation.

If there is anything else you guys are interested in, just let me know in the comments! 🙂

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5 Comments

  1. August 13, 2016 / 1:48 pm

    Wirklich gute Tipps! Ich liebe es mit dem Auto ein Land zu erkunden und einfach immer anhalten zu können. Gerade in den USA eine tolle Art, dass Land zu erkunden. Zumindest für die Wüste sind Wasser und ein voller Tank eine Grundvoraussetzung! Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim bevorstehenden Trip!

    • Sarah
      September 4, 2016 / 3:49 pm

      Danke Chrissy! Mir geht es ganz genauso. Es gibt einfach nichts Schöneres. 🙂

  2. August 15, 2016 / 9:44 pm

    Toller Beitrag! Ich habe auch erst vor Kurzem einen Roadtrip an der Westküste der USA gemacht und es war so großartig! Genau diese Balance zwischen Planung und Flexibilität, die du ja auch ansprichst, ist das besonders schöne an so einem Roadtrip.
    Viel Spaß bei deiner nächsten Reise! Und lass uns wissen wie es war 🙂
    Lara

    • Sarah
      September 4, 2016 / 3:48 pm

      Ganz lieben Dank Lara! 🙂 Es ist einfach so schön, wenn man das Gefühl hat, ungebunden und flexibel zu sein. Ich werde auf alle Fälle von unserer nächsten Reise berichten! 🙂

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