Travel Recap: Las Vegas

Las VegasLetzten Sommer haben Benni und ich uns einen lang ersehnten Traum erfüllt: Mit dem Zelt durch den Südwesten der USA reisen. Schon lange wollte ich mir die wunderbaren Canyons und National Parks in der Region anschauen, habe es trotz meines Auslandsjahres in Kalifornien und diverser Urlaube bisher aber nie dorthin geschafft. In diesem Recap möchte ich mit ein paar Tipps bezüglich Unterkunft, Essen und Unternehmungen in Las Vegas beginnen, wo wir die ersten 3 Tage unserer Reise verbracht haben.

Where to stay

Die Hotelangebote in Las Vegas sind einfach phänomenal. Wenn man sich früh genug ein bisschen damit befasst, kann man super Deals in den zentralsten Hotels ergattern.

Schon zwei Jahre zuvor bin ich mit einer Freundin in Las Vegas gewesen, damals haben wir im Circus Circus direkt am Strip genächtigt, was relativ günstig, allerdings auch einen Fußmarsch entfernt vom Geschehen war. Die Entfernungen in Las Vegas werden schnell unterschätzt. Vom einen Ende des Strip (dem Stratosphere) bis zum anderen Ende (dem Mandalay Bay) kann man unmöglich laufen. Dafür hält aber direkt vor dem Hotel der Bus, den man – egal wo genächtigt wird – früher oder später sowieso braucht. Für knapp $8 ist das Tagesticket auch wirklich erschwinglich. Das Circus Circus ist eines der älteren Hotels, mittlerweile befinden sich (leider, wie ich finde) im Zentrum ja schon sehr viele neue, hochmoderne Hotels. Die Zimmer waren groß und sauber, wem also die Zentrumsnähe nicht ganz so wichtig ist und wer lieber den ein oder anderen Euro sparen möchte, dem kann ich das Circus Circus durchaus empfehlen.

Las VegasBei unserer Reise letztes Jahr wollten wir gerne etwas zentraler nächtigen (aber dennoch kein Vermögen ausgeben) und entschieden uns für das Desert Rose Resort. Das Desert Rose ist wie eine Art Motel aufgebaut, desser Zimmer von außen begehbar sind. Es befindet sich sozusagen in zweiter Reihe in einer kleinen Querstraße hinter dem Strip. Hier war es definitiv ruhiger und dennoch war man innerhalb weniger Minuten inmitten des Trubels. Auch der Flughafen befindet sich in direkter Umgebung, vom Lärm war allerdings rein gar nichts zu hören. Die Zimmer selbst, die eigentlich mehr an Suiten erinnerten, waren wirklich großartig. Mit eigenem (voll ausgestatteten!) Koch- und Wohnbereich, einem separaten Schlafzimmer und einem großen Balkon war das nichts im Vergleich zum Circus Circus. Zudem hatten wir einen eigenen Parkplatz und Coffee to go in der Lobby. Was die Hotelgäste angeht, bot sich hier ein relativ gemischtes Bild: Viele Familien mit Kindern, ein paar Rentner und die typischen Party-Gäste. Wer es in der Nacht also gerne etwas ruhiger mag, aber dennoch nicht allzu weit ab vom Schuss sein will, für den ist das Desert Rose genau das Richtige.

Vor dem Heimflug verbrachten wir noch einmal eine Nacht in Las Vegas. Aufgrund eines super Angebots hatten wir uns für ein Zimmer im Stratosphere entschieden. Das Stratosphere ist das letzte Hotel auf dem Strip, es befindet sich quasi am nördlichsten Ende und ist sehr weit ab vom Schuss. Da wir uns in der letzten Nacht aber sowieso nicht mehr ins Getümmel stürzen wollten und lieber noch einmal die Aussicht vom Stratosphere Tower genießen wollten (zu dem der Eintritt als Hotelgast übrigens umsonst ist), hielten wir das für die beste Lösung. Vom Hotel selbst waren wir etwas enttäuscht. Dass es schon ein bisschen in die Jahre gekommen war, sah man ihm durchaus an und die Zimmer waren sehr sporadisch und lieblos eingerichtet. Wir hatten für unsere letzte Nacht extra ein Zimmer auf einem high floor gebucht, die Aussicht war aber wirklich nichts Besonderes (dann doch lieber einmal mehr auf den Tower hoch!).

Las Vegas

Für den nächsten Aufenthalt würde ich wahrscheinlich das Flamingo anpeilen. Von den Hotels im Zentrum ist es noch eines der günstigeren, dafür aber mitten im Geschehen (und hat zudem eine fabelhafte Pool Area mit tollen Pool Partys)! Ansonsten würde ich aber definitiv nochmal im Desert Rose nächtigen.

Where to eat

Ich bin und bleibe ein treuer Anhänger der Cheesecake Factory. Wie man meiner Bucket List entnehmen kann, möchte ich bis zu meinem Lebensende jeden Cheesecake einmal probiert haben. Und wer die Kuchen-Karte der Cheesecake Factory kennt, weiß, dass das kein einfaches Vorhaben ist (meine Favoriten bisher sind übrigens der Godiva Chocolate Cheesecake und der White Chocolate Macadamia Nut Caramel Cheesecake). Und dabei ist der Kuchen nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, da auch die Hauptgerichte einfach wahnsinnig lecker sind. Eine Cheesecake Factory befindet sich im Shopping Forum des Caesars Palace. Wartezeiten sind hier aber in der Regel vorprogrammiert. Wer mit dem Auto unterwegs ist, dem empfehle ich das kurze Stück zu den North Premium Outlets zu fahren, wo sich eine weitere Cheesecake Factory befindet. Dort gibt es jedoch weniger bis keine Wartezeiten, eine viel angenehmere Atmosphäre und die Möglichkeit, das Dinner mit einem kleinen Shoppingtrip zu kombinieren (dazu aber gleich mehr).

Wer mehr auf Asiatisch steht, der sollte unbedingt einmal die Lettuce Wraps bei P.F. Changs probieren. Auch den gibt es im Planet Hollywood direkt auf dem Strip.

Las VegasWas Fast Food Ketten angeht, findet sich in Las Vegas so ziemlich alles. Die berühmten New Yorker Shake Shack Burger zum Beispiel gibt es – wo sonst – direkt beim New York New York (allerdings bin ich überzeugter In-n’-Out-Burger Fan – da kommt leider auch kein New Yorker Shake Shack ran).

What to do

Wer in Las Vegas ist, kommt um eine Runde Roulette, Black Jack oder zumindest ein Spiel an den Slot Machines nicht herum. Eignen tun sich dafür eigentlich alle Casinos, da es so ziemlich überall dasselbe gibt (und auch zum Verwechseln gleich aussieht). Der Vorteil am Spielen ist, dass alle Getränke für die Zeit, die man am Tisch sitzt, völlig umsonst sind. Im MGM waren die Kellnerinnen allerdings ziemlich unfreundlich und obendrein so unverschämt, so lange am Tisch stehen zu bleiben, bis sie einen ordentlichen Tip bekommen haben (so viel zum Thema “umsonst”). Im Caesars Palace oder Cosmopolitan war die Atmosphäre schon weitaus angenehmer.

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Ein weiterer Punkt, den man in Las Vegas nicht auslassen sollte, ist natürlich das Nightlife. Partys gibt es jede Nacht zuhauf, wer also (zurecht) überfordert ist, kann sich bei Tag gerne von einem der zahlreichen Promotern beraten lassen. Mit etwas Glück springt dabei nicht nur eine Freikarte oder ein VIP-Platz raus, sondern teilweise sogar ganze Abendplanungen mit Chauffeur, Drinks for free und Clubhopping. Als Frau hat man es da natürlich weitaus leichter, aber auch als Paar haben wir nach einem Tag Sightseeing diverse Ermäßigungen (für ihn) und VIP-Karten (für sie) zugesteckt bekommen und so abends die freie Auswahl gehabt. Eine tolle Location ist definitiv das Marquee auf dem Dach des Cosmopolitan. Neben einem riesigen Tanzbereich und mehreren Floors drinnen, genießt man draußen eine wundervolle Aussicht über Las Vegas. Der Encore Beach Club ist von der Atmosphäre her etwas gemütlicher, mit vielen Sitzecken im und ums Wasser. Ebenfalls eine Wahnsinns-Aussicht genießt man auf der Terrasse des Omnia im obersten Stock des Caesars Palace. Das Hakkasan im MGM ist einer der bekanntesten Clubs in Las Vegas und deshalb auch meist gestopften voll. Was mitunter aber auch daran liegt, dass hier in der Regel die hochrangigsten DJs auflegen.

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Nach einer durchzechten Nacht gibt es am nächsten Morgen schon wieder die ersten Poolpartys (übrigens kann Las Vegas bei Tag erschreckend unspektakulär sein). In der schon erwähnten Pool Area des Flamingo ist den ganzen Tag über Party – mit riesigem DJ-Pult, Tanzinseln und einem ganzen Haufen Menschen. Meist sind die Pools leider so überfüllt, dass es schon schwer fällt eine Liege zu ergattern, geschweige denn einen „Tanz“-Platz im Wasser zu finden. Auch hier haben Frauen aber wieder den Vorteil, dass sie meist keinen Eintritt zahlen. Auch der Daylight Beach Club im Mandalay Bay bietet den ganzen Tag über Party, allerdings ist die Atmosphäre hier nicht ganz so schön.

Außer Gambling und Clubbing gibt es in Las Vegas natürlich noch jede Menge tolle Shows und Attraktionen (wie zum Beispiel die Achterbahn im und ums New York New York oder für die Lebensmüden die auf dem Statosphere Tower). Doch schon das Rumschlendern um und durch die teilweise aufwändig gestalteten Themenhotels kann mitunter sehr lohnenswert und amüsant sein.

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Für alle Shopping-Fans gibt es sogar gleich zwei Premium Outlet Malls, eine südlich und eine nördlich des Strips. Die Shops sind im Großen und Ganzen ziemlich ähnlich, sodass es reicht, eine der Malls zu besuchen. Wir haben uns aufgrund der Lage unseres Hotels für die South Mall entschieden. Nachdem ich schon in diversen Outlet Malls in den USA gewesen bin, muss ich sagen, dass ich von der in Las Vegas ziemlich enttäuscht war. Die Angebote waren nicht besonders reizvoll, was nicht verwunderlich ist bei 80% Designer Shops. Wer also das Geld hat, bei Versace & Co. einzukaufen, kann mit Sicherheit tolle Deals abstauben. Alle anderen sollten vielleicht doch eher auf TJ Maxx oder Marshalls zurückgreifen (wobei sich das ein oder andere Paar Nikes auf jeden Fall im Nike Factory Store finden lässt!).

Ausflüge in die nähere Umgebung gibt es zu Genüge. Im nächsten Recap unserer Roadtrips werde ich euch vor allem die National Parks und Canyons in der Umgebung vorstellen!

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