Fünf Erkenntnisse, die ich im Jahr 2016 gewonnen habe

ErkenntnisseDas Jahr 2016 war eines der ereignisreichsten Jahre meines bisherigen Lebens. Es ist so wahnsinnig viel passiert, dass es mir heute, an Silvester, wirklich schwer fällt, alles noch einmal Revue passieren zu lassen und zu reflektieren. Es war mit Sicherheit nicht das beste Jahr – dafür habe ich mehr denn je das wirklich Wichtige schätzen gelernt und vor allem dankbar für das zu sein, was ich habe. Hier also mein persönlicher Jahresrückblick und fünf Dinge, die ich im Jahr 2016 gelernt habe.

1.Erfolg fällt nicht vom Himmel

Ende Dezember veranstalteten Ruth von Cosmofashiontan und Sophia von lovelygirlyrosy das erste Blogger-Event in Mannheim – ein gemütliches Christmas Dinner in kleiner Runde. Es war ein wunderschöner – und lehrreicher – Abend und ich habe mich pudelwohl gefühlt unter all den Bloggern aus der Umgebung. Generell sind Heidelberg und Mannheim nicht gerade der Place-to-be was Bloggen angeht. Umso schöner fand ich es, dass man sich endlich einmal kennenlernte, vor allem, da ich bislang nicht sonderlich viele Bekanntschaften in der Branche machen konnte. Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Abends für mich: Erfolg fällt nicht vom Himmel. Im Laufe des Abends musste ich nämlich feststellen, dass ich im letzten Jahr viel zu gutgläubig und naiv gewesen bin, was meinen Blog angeht. PR-Agenturen anschreiben, Media-Kits verschicken und Kooperationen selbst organisieren? Hatte ich bis dato nie gemacht und mich lieber grün und blau geärgert, wenn ich längere Zeit keine Kooperationsanfrage bekommen habe. Wie blauäugig das ist, zeigt ja eigentlich schon die unfassbar hohe Zahl an Bloggern, die es allein in Deutschland aktuell gibt. Klar, dass die Agenturen und Firmen da keinen Überblick mehr haben und auch mal froh sind, selbst angeschrieben zu werden. Mein Vorsatz für 2017 also: Mich und meinen Blog besser zu vermarkten. Dazu gehört auch, mich nicht unter Wert zu verkaufen. Schließlich sind Fotos machen, bearbeiten und Texte schreiben auch Arbeit, die mir zwar Spaß macht, aber dennoch angemessen vergütet werden sollte.

2. Es ist Zeit für etwas Neues

Mein Master-Studium neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und der Blog hat sich zu etwas so Wunderbarem entwickelt, dass ich es kaum erwarten kann, im nächsten Jahr noch mehr und noch tollere Projekte umsetzen zu können. Das ist aber auch der Grund, weshalb ich mich seit einigen Monaten regelrecht in die Uni schleppe und mich nur mit Müh und Not aufraffen kann, meine Seminararbeiten zu schreiben. Ich bin ständig abgelenkt, schreibe lieber drei Blogposts als eine halbe Seite meiner Seminararbeit. Und dabei hat mir gerade das früher so viel Spaß gemacht. Ich war die letzten vier Jahre wahnsinnig zielstrebig und motiviert, war schon mit einer 2,0 unzufrieden und habe all meine Zeit und Energie in das Studium gesteckt. Seit ein paar Monaten aber merke ich, wie mir genau diese Energie fehlt. Ich bin antriebslos und frage mich ernsthaft, wo ich die Motivation für die bevorstehende Masterarbeit hernehmen soll. Ich merke, dass es Zeit für etwas Neues ist. Eine Einsicht, für die ich nach meinem Bachelorstudium mehr als dankbar gewesen wäre. Als ich nicht so richtig wusste, wo ich einmal hinwollte und mir durch mein Masterstudium noch etwas Zeit verschaffen wollte, um genau das herauszufinden. Jetzt weiß ich ziemlich genau, was ich will: Mein Studium abschließen – und zwar schnell! Am Blog weiterarbeiten, herausfinden, was noch in ihm steckt und ob sich harte Arbeit wirklich immer auszahlt.

3. Nicht alles ist planbar

Eine der ernüchterndsten und wichtigsten Erkenntnisse in diesem Jahr: Nicht alles ist planbar. Egal wie gut du auch planst, manche Pläne gehen einfach nicht auf. Wir haben in diesem Jahr einige Tiefschläge einstecken müssen und gelernt, mit Enttäuschungen umzugehen. Geweint, getröstet, gelacht und festgestellt, dass es auch nach Rückschlägen weitergeht. Dass sie eine Chance sein können, sich neuzuorientieren, Neues zu wagen und sich von Dingen zu trennen, die einem nicht gut tun. Ich möchte auch 2017 darauf vertrauen, dass am Ende alles gut wird. Dass jeder noch so herbe Rückschlag sich irgendwann zum Positiven wendet.

4. Schlimme Dinge werden immer passieren

Die unfassbar vielen entsetzlichen Dinge, die dieses Jahr passiert sind, haben mich immer wieder an der Menschheit zweifeln lassen. „Die Welt ist grundsätzlich schlecht“ – bekommt man ständig den Eindruck, wenn man die Zeitung aufschlägt, Facebook öffnet oder die Nachrichten einschaltet. Nach Paris, Brüssel, Istanbul und Berlin saß ich immer wieder – mal mehr oder weniger – aufgelöst auf dem Sofa und konnte nicht fassen, was ich schon wieder hörte. So richtig überraschend kam der Anschlag in Berlin dann aber leider nicht. Irgendwie wusste jeder innerlich, dass es früher oder später passieren würde. Videos von Jugendlichen, die Frauen Treppen hinuntertreten, Obdachlose anzünden oder Studentinnen sexuell missbrauchen sind seit einiger Zeit an der Tagesordnung und so schlimm sie auch sind, sie stumpfen ab. Und das ist vielleicht gut so. Damit wir nicht ständig Angst haben, U-Bahn zu fahren, Studentenpartys zu besuchen oder joggen zu gehen. Meine Erkenntnis? Schlimme Dinge werden immer passieren. Daran kann ich nichts ändern. Ich kann nur ändern, was sie mit mir machen. Ob ich Angst habe, oder mein Leben so weiterlebe, wie bisher.

5. Ich werde heiraten

Wir haben uns Anfang des Jahres auf einen Hochzeitstermin festgelegt und das mit Abstand aufregendste Kapitel meines Lebens hat begonnen. Ich kann noch immer nicht glauben, dass ich nächstes Jahr meinen besten Freund heiraten werde. Und das gleich zwei Mal! Während ich Studium, Blog und Hochzeitsplanung jongliere, versuche ich immer wieder, das Planen unserer Hochzeit wirklich zu genießen. Und das ist manchmal gar nicht so einfach. Schon gar nicht, wenn man eine Hochzeit mit 150 Gästen plant. Einladungen, Kleid, Blumen, Deko, Catering. Habt ihr schon einen DJ? Fotografen? Was ist mit Stuhlhussen, Tischdecken und Geschirr? Kümmere dich lieber zeitnah um Haare & Make-Up – die guten Leute sind meist Monate im Voraus schon ausgebucht! Manchmal schäme ich mich fast, wenn ich mich dabei erwische, wie ich die Planung verfluche. Alle sagen doch immer, das mache so viel Spaß? Kirche mieten, Pastor anfragen und einen Termin im Standesamt vereinbaren – irgendwie kann ich mir durchaus Schöneres vorstellen. Vielleicht aber auch nur, weil die wirklich schönen Dinge noch bevorstehen: Brautkleidanprobe, Tischdeko- und Blumenauswahl. Und ja, ich bin schon ganz nervös, wenn ich daran denke, dass ich im Januar das erste Mal in ein Brautkleid schlüpfe. Dann ist es noch greifbarer, dass ich heiraten werde. Ich wünsche mir vom neuen Jahr, dass es das schönste und aufregendste Jahr unseres Lebens wird.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen wunderbaren Start ins neue Jahr!

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3 Comments

  1. December 31, 2016 / 6:57 pm

    Liebe Sarah, ich weiß genau, was du meinst und mir geht es gerade genauso: ich sitze an der letzten Projektarbeit vor meiner Master Thesis und bin so unkonzentriert wie nie. Denke ich an meine Masterarbeit, will ich sie einfach nur hinter mir haben. Der Blog hat sich zu einem immer größeren Projekt entwickelt, auf das ich gerne mehr Fokus legen würde. Das mit den Sponsorships geht mir auch ähnlich…bin ehrlich gesagt noch nie auf eine Firma von mir aus zugegangen, sollte ich vielleicht auch mal ändern!
    Ich wünsche dir einen tollen Start ins Jahr 2017 🙂 Liebe Grüße ♡ Kristina
    TheKontemporary

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